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“Überschäumender Genuss” bringt Biere aus Österreichs Klein- und Privatbrauereien in die Küche

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Unbenannt-2Dieser Tage haben gleich ein paar neue Bierbücher den Weg auf den heimischen Markt gefunden. Wieder ein Indiz dafür, dass das Thema “Bier” inzwischen sich zu einem echten Zugpferd entwickelt hat, das offensichtlich auch die Verlage erkannt haben.

Eine dieser Neuerscheinungen ist das Wer “Überschäumender Genuss” von Taliman Sluga aus dem Leopold Stocker Verlag. Das Buch “tarnt” sich vordergründig als Bierkochbuch – ist dann aber eigentlich sehr viel mehr.

Am vergangenen Dienstag luden Verlag und Autor ins “Bauernbräu” nach Wien zur Präsentation ein. Die Location wurde nicht zufällig gewählt, so ist sie doch Wirkungsstätte des Vaters von Alois Gratzer von der Brauerei Gratzer – einer der 26 beteiligten Brauereien an diesem Buch – und bot gleich die Möglichkeit handwerklich gebraute Biere den Anwesenden zu servieren.

Unbenannt-7Nach einer kurzen Begrüßung durch den Verlagsleiter nahm Taliman Sluga die Anwesenden mit auf eine Reise durch österreichische Klein- und Privatbrauereien. Und spätestens bei seinem Vortrag wurde dann klar, dass es nicht um Kochen mit Bier alleine geht. In dem Buch gibt es zunächst einen historischen Abriss der Entstehungsgeschichte des Bieres, die verschiedenen Bierstile werden ausführlich vorgestellt, eine kurze Gläserkunde schliesst sich an und natürlich darf auch eine Verkostungsanleitung für Bier nicht fehlen. Unbenannt-10Wenn sie jetzt meinen, dass es dann aber flott ans kochen geht, der hat die Rechnung ohne den Autor gemacht, denn jede Einzelne der Brauereien wird auf einer Buchseite vorgestellt, so dass der Leser sich nicht nur ein Bild über die Brauerei machen kann sondern – und das ist ja beim Craftbier eine sehr wichtige Komponente – auch die Leute hinter dem Bier kennenlernt.

Dann aber geht es ans kochen und hier stand Herrn Sluga kein geringerer als Kochweltmeister Franz Peier zur Seite. In Sachen Bier wurden beide von Hans Seidl fachlich beraten, der nicht nur ehemaliger Braumeister in Murau ist sondern noch immer sein Fürstenbräu in Fürstenfeld braut, Biersommelier ist und bei den Staatsmeisterschaften der Haus- und Kleinbrauereien 2011 ein Staats- und Vizestaatsmeisterbier gebraut hat.

Unbenannt-11Alleine die Bildern der Speisen sind fantastisch und lassen einem beim puren Ansehen das Wasser im Munde zusammenlaufen. Und dabei ist die Lebensmittelfotografie eine der Königsdisziplinen innerhalb der Foografie selbst. Ein großen Kompliment an dieser Stelle auch an ihn oder sie.

Gekocht werden können dann natürlich von der Vorspeise bis zur Nachspeise alle Disziplinen eines Menues. Aber nicht nur, denn es gibt auch Rezepte für Bierbrot bzw. Weckerl. Und es kommen wirklich alle Bierstile auch “in den Topf” ob bei einen Hopfensprossensalat mit Honig-Bier-Dressing, schmackhaften Kalbswangerln in Biersauce, einem heimischer Karpfen in Bierschaum, einem würziges Schweinskarree in Zwicklbier oder zum Dessert mit einer geeisten Biercreme mit Waldfrüchten. Bei diesen Rezepten sind Hopfen und Malz wahrlich nicht verloren.

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(v.l.) Hausherr Gratzer – Brauerei Gratzer, Reini Schenkermaier – Erzbergbräu, Vater Kaltenböck – Brauerei Kaltenböck

Nach der “offiziellen” Buchvorstellung hatten dann noch anwesende Ehrengäste die Gelegenheit ein paar Worte zu sprechen. Vertreter von insgesamt drei Brauereien waren anwesend – in zwei Fällen die Väter der brauenden Söhne. Nachdem für die meisten der Anwesenden die Craftbierszene Österreichs neu gewesen sein dürfte, konnten hier noch einmal Eindrücke gewonnen werden, wie sich alleine schon in der Herstellung das handwerklich gebraute Bier von dem industriell produzierten unterscheidet. Nochmals waren Begriffe wie “Leidenschaft” und “Handwerk” zentrale Inhalte.

Unbenannt-3Danach aber ging es dann zum Bier selbst und neben den Bieren des Gastgebers aus der Brauerei Gratzer hatte auch Braumeister und Biersommelier Reini Schenkermaier von Erzbergbräu sein “Grubenhunt” – ein Kellerbier – und den “Noar” – ein tiefschwarzes Porter mit im Gepäck und bot diese Biere ebenfalls an. Hier entwickelten sich schnell interessierte Gespräche und Fachsimpeleien unter den Tischnachbarn und stellte eines wieder eindruckvoll unter Beweis: Bier verbindet einfach!

ISBN 978-3-7020-1421-6
Franz Peier / Hans Seidl / Taliman Sluga
ÜBERSCHÄUMENDER GENUSS
Biere aus Österreichs Klein- und Privatbrauereien
in Küche und Keller
208 Seiten, durchgehend farbig bebildert, 22 x 22 cm, Hardcover
Leopold Stocker Verlag, Graz
€ 24,90

GEWINNSPIEL:
proBIER.at Leser, die Interesse an dem Buch haben, können eine Mail an gewinnen@probier.at senden.
Der Verlag hat mir nämlich freundlicherweise ein Exemplar des Buchs zur Verfügung gestellt, das ich unter allen Mails, die mich bis zum 27.11.2013 erreichen, verlosen werde.
Den Gewinner oder die Gewinnerin werde ich schriftlich benachrichtigen und das Buch zukommen lassen, so dass ihr es noch vor der Adventzeit haben solltet.
Wie bei allen Gewinnspielen ist der Rechtsweg natürlich ausgeschlossen.

Herzliche Gratulation an Franz Reiterer aus St. Peter. Das Buch ist auf dem Weg zu Dir. Alle Anderen haben schon kommende Woche eine neue Chance ein Bierbuch zu gewinnen. Details folgen!